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Stadtbezirke von Hamburg

Hamburg ist in sieben Stadtbezirke aufgeteilt, die sich wiederum in einzelne Stadtteile aufteilen. Viele der Stadtbezirke waren ehemals eigenständige Städte und sind erst durch das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 in die Stadt Hamburg integriert worden.

Hamburg-Mitte

Stadtteile: Hamburg-Altstadt, Hafencity, Bilbrook, Billstedt, Borgfelde, Finkenwerder, Hamm, Hammerbrook, Horn, Kleiner Grasbrook, Neustadt, Rothenburgsort, St. Georg, St. Pauli, Steinwerder, Veddel, Waltershof, Wilhelmsburg

Der Stadtbezirk Mitte ist im wahrsten Sinne des Wortes das Herz der Stadt, denn er umschließt neben vielen wichtigen historischen Plätzen auch den modernen Hamburger Hafen, der sich mitten in der Stadt befindet, auch wenn es immer wieder Diskussionen über eine Auslagerung gibt.

Die wichtigsten historischen Gebäude befinden sich in den Stadtteilen Altstadt und Neustadt.  Hier findet man den Rathausplatz, die Alsterarkaden und den Neuen Wall, die beliebteste Luxusshoppingmeile Deutschlands.

Ganz in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes beginnt auch die Hamburger Kunstmeile. Von der Kunsthalle Hamburg bis zu den Deichtorhallen gegenüber der Speicherstadt reihen sich mehrere Kunstmuseen, Galerien und moderne Ausstellungshäuser aneinander.

In der Altstadt kann man noch den historischen Ursprung der Hafenstadt bewundern, das Nikolaifleet, das allerdings nach dem Brand von 1842 wieder neu erbaut werden musste.
An der Fleetinsel am Alsterfleet kann man ebenfalls noch einige der historischen Handelshäuser an einer Wasserstraße bewundern.

Eine weitere Attraktion der Hansestadt ist der Jungfernstieg am Ufer der Binnen-Alster. Von hier blickt man auf prächtige historische Gebäude, wie den Firmensitz der traditionellen Schifffahrtsgesellschaft Hapag Lloyd.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Innenstadt ist das Wahrzeichen Hamburgs, die Michaeliskirche, das berühmte Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn und dem Hamburger Fischmarkt nahe der Landungsbrücken. Etwas weiter östlich befindet sich die Speicherstadt, der weltgrößte zusammenhängende Lagerhauskomplex, der heute als Büro- und Tourismusviertel zu neuer Attraktivität gelangt. All diese Sehenswürdigkeiten liegen in nächster Nähe zur Elbe.

Die Faszination Hafen wird von Hamburg gerade wieder neu entdeckt. Seit der Hamburger Gebietsreform gibt es einen neuen Stadtteil des Bezirkes Mitte, die Hafencity: Ein Wohn- und Erlebniskomplex, der seit einigen Jahren auf einem nutzlos gewordenen Hafenareal errichtet wird.

Durch diese städtebauliche Maßnahme rückt nun auch der ehemalige Außenbezirk Wilhelmsburg, jenseits der Elbe, in Innenstadtnähe, weshalb er seit März 2008 ebenfalls zum Stadtbezirk Mitte zählt. Das bisherige Einzugsgebiet für Immigranten und sozial schwache Familien soll nun kulturell und baulich aufbereitet werden.
Im benachbarten Veddel hat das Museum „Ballinstadt“ zur Erinnerung an die einstige Auswandererstadt eröffnet.
In der Hafencity gibt es seit 2008 außerdem das Internationale Maritime Museum. Gleich nebenan befindet sich das Kreuzfahrt-Terminal, jener Anleger, von dem Ozean-Riesen wie die Queen Marie und die Aida in See stechen und dabei von einer feierllaunigen Hamburger Bevölkerung verabschiedet werden.

Mit dem Frachthafen ist der Bezirk Hamburg Mitte außerdem das größte Wirtschaftszentrum der Stadt. Eine gute Sicht auf Europas zweitgrößten Hafen hat man, wenn man per Bus über die Kölbrandbrücke fährt.

Zum Stadtbezirk Mitte gehört der zentral gelegene Botanische Garten Planten un Blomen, der sich direkt am ICE-Bahnhof Hamburg-Dammtor befindet.

An der Grenze zum Schanzenviertel von Hamburg-Altona liegt außerdem das kleine schicke Designerquartier Karolinenviertel mit der schönsten gehoben-alternativen Shoppingmeile von Hamburg, der Marktstraße.

Altona

Stadtteile: Altona-Altstadt, Altona-Nord, Sternschanze, Ottensen, Bahrenfeld, Groß Flottbek, Iserbrook, Lurup, Ostdorf, Blankenese, Nienstedten, Othmarschen, Rissen

Der Stadtbezirk Altona umfasst das Stadtgebiet westlich des Zentrums. Es nimmt einen großen Teil des nördlichen Elbufers ein und zieht sich längs des benachbarten Stadtbezirkes Eimsbüttel nach Norden.

Seinen Ursprung hat der Bezirk in der einst dänischen Stadt Altona. Über mehrere Jahrhunderte gehörte Altona zu Dänemark und war hier die zweitgrößte und fortschrittlichste Stadt des Königreiches.

In seiner Nähe zum wirtschaftlich starken Stadtstaat Hamburg und weit entfernt von der dänischen Hauptstadt konnte sich Altona unter relativ freien Bedingungen entwickeln. Dabei wurde es auch zum Anlaufpunkt vieler Menschen, die anderswo benachteiligt waren, wie zunftlose Handwerker, politisch oder religiös Verfolgte. Freigeister wie Heinrich Heine oder Joachim Ringelnatz lebten und wirkten in Hamburg Altona.

1871 trat Altona dem deutschen Reich bei. 1937 wurde es dann zum Stadtbezirk von Hamburg erklärt.
Entsprechend seiner freigeistigen Tradition war Altona zu Zeiten des Nationalsozialismus eines der widerständigsten Viertel von Hamburg und hat sich bis heute seinen Ruf als „rotes“ und „multikulturelles“ Viertel erhalten. Allerdings muss man hier zwischen verschiedenen Stadtteilen unterscheiden. Während die Elbvororte Othmarschen, Blankenese und Flottbek mit ihren schicken Villen bevorzugtes Wohngebiet wohlhabender Hamburger sind, konzentriert sich das multikulturelle Leben eher auf die Innenstadtbezirke Bahrenfeld, Ottensen, Altona-Altstadt und Altona-Nord.

Ein zentraler Punkt des Stadtbezirkes ist der Bahnhof Altona, der auch Endstation verschiedener ICE-Strecken ist. Direkt vor dem Bahnhof beginnt die Flaniermeile des Stadtteils Ottensen, der auch der zentralste Stadtteil von Altona ist. Hier befinden sich wichtige Institutionen wie das Altonaer Museum, das Altonaer Theater und der Museumshafen Övelgönne. Von einem Aussichtspark direkt hinter dem Altonaer Rathaus kann man einen Panoramablick über den Hamburger Hafen werfen.

Seit der Gebietsreform 2008 gibt es noch einen neuen Altonaer Stadtteil. Das Gebiet, das sich bisher auf die Grenzgebiete von Altona, Eimsbüttel und Stadtmitte verteilte, hat sich durch seine besondere Klientel (Studenten des naheliegenden Uni-Viertels und Immigranten der zweiten und dritten Generation) zu einem eigenen Kulturkreis entwickelt.
Vom Zentrum Schulterblatt/Susannenstraße strahlt eine ganz besondere Szene aus, die in Hamburg längst den Namen Schanzenviertel oder einfach Schanze trug. Seit 1.3.2008 wurde dieser Entwicklung Rechnung getragen und der Stadtteil Sternschanze als eigenständige Verwaltungseinheit dem Bezirk Altona zugeordnet.

Eimsbüttel

Stadtteile: Eimsbüttel, Rotherbaum, Harvestehude, Hoheluft-West, Lokstedt, Niendorf, Schnelsen, Eidelstedt, Stellingen

Der Stadtbezirk Eimsbüttel liegt zwischen dem Westbezirk Altona und dem Bezirk Hamburg-Nord. In ihm befinden sich einige touristisch sehr interessanteste Stadtteile sowie mehrere exklusive Wohngegenden.

Der gleichnamige Stadtteil Eimsbüttel wurde schon im 17. Jahrhundert von den vornehmeren Bürgern der Stadt besiedelt, darunter vielen Juden, die es als Händler bereits zu einigem Reichtum gebracht hatte. Trotz der fast vollkommenen Zerstörung 1813 durch die Armee Napoleons wurde der Stadtteil rasch neu bebaut, wobei auch mehrere Kirchen und ein Stadtbad entstanden. Heute ist Eimsbüttel ein beliebtes Wohnviertel mit vielen Bars und Restaurants und lebt von seiner Nähe zum Uni-Viertel im Stadtteil Rotherbaum.

Rotherbaum ist einer der vielschichtigsten Stadtteile von Hamburg. Hier befindet sich das Uni-Viertel, um das sich eine lebendige studentische Szene aufgebaut hat. Gleichzeitig zeugen die Grindelhöfe und Grindelhäuser, die Talmud-Tora-Schule und auch die Hamburger Kammerspiele vom einstigen jüdischen Leben, das maßgeblich zur Entwicklung von Architektur und Kultur in Hamburg beigetragen hatte.

In Rotherbaum befindet sich außerdem das Museum für Völkerkunde, eines der größten seiner Art in Deutschland, und hier ist der Sitz des Norddeutschen Rundfunks. Zu Rotherbaum gehört außerdem das Alstervorland, ein Wohngebiet am westlichen Ufer der Alster, das als das vornehmste in ganz Hamburg gilt. Hier haben einige der berühmtesten Hamburger Modemacher ihre Wohnvilla, mit Bootsanleger direkt vorm Haus.

Ebenfalls von der Lage am Alsterufer profitiert die Wohngegend Harvestehude, die in Anlehnung an den einstigen Dorfnamen Pöseldorf von den Hamburgern gern als „Schnöseldorf“ betitelt wird. Musikinteressierte finden in dieser äußerst attraktiven Gegend die Musikhochschule, die auch viele öffentliche Konzerte gibt.

Die äußeren Stadtteile wie Lokstedt, Eidelstedt und Stellingen sind vor allem als Industriestandorte bedeutend. Hier ist die Beiersdorf AG zu Hause. In Eidelstedt werden die meisten ICE-Züge gewartet.

Auch ein Naherholungsgebiet gehört zu Eimsbüttel: Das Niendorfer Gehege ist ein Stadtwald mit Wildtier-Bestand im Norden des Bezirkes.

Hamburg-Nord

Stadtteile: Alsterdorf, Eppendorf, Groß Borstel, Hoheluft-Ost, Winterhude, Fuhlsbüttel, Langenhorn, Ohlsdorf, Barmbek-Süd, Barmbek-Nord, Dulsberg, Hohenfelde, Uhlenhorst

Der Norden Hamburgs hat sich erst spät urbanisiert. Die einstigen bäuerlichen Gemeinden Alsterdorf und Eppendorf wurden von wohlhabenden Bürgern Hamburgs genutzt, um hier im Grünen zu bauen. Noch bis heute findet man hier schöne Villen mit viel Grün.
Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Seuchen in Hamburg ausbrachen, wurde aber auch ein zusätzliches Krankenhaus errichtet, das heute die bedeutendste medizinische Lehranstalt Hamburgs darstellt, das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist auch der Jugendstilbau des Holthusenbades im Stadtteil Eppendorf.

Uhlenhorst und Winterhude gehören ebenfalls zu den feineren Wohngegenden Hamburgs. Das rechte Ufer der Alster wurde um die Jahrhundertwende von wohlhabenden Bürgern als attraktive Wohngegend entdeckt. Hier finden sich einige sehr schöne Bürgerhäuser und die Gegend wirkt insgesamt noch recht vornehm.

Im Norden von Winterhude befindet sich eins der größten Sozialbauprojekte aus den Zwanziger Jahren, die Jarre-Stadt. Sie wurde im 2. Weltkrieg nur durch einen Zufall von den verheerenden Bombenangriffen verschont. Ansonsten kam Hamburg-Nord unter den Luftangriffen schwer zu schaden. Vor allem Barmbek wurde fast vollständig zerstört.

Der Stadtpark im Norden von Winterhude wurde bereits 1914 angelegt, wovon u.a. auch die schöne alte Sternwarte zeugt.

Zu den modernen Bauprojekten von Hamburg-Nord zählen die City-Nord, eine moderne Büro- und Industriestadt aus den Sechziger Jahren und der Flughafen Fuhlsbüttel.

Außerdem befindet sich der Ohlsdorfer Friedhof im Stadtbezirk. Der große Stadtfriedhof mit vielen historischen Grabmälern dient den Hamburgern auch als Spazierpark.

Hamburg-Wandsbek

Stadtteile: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf, Wandsbek, Farmsen-Berne

Wandsbek ist der bevölkerungsreichste Bezirk von Hamburg. Ursprünglich gab es eine eigenständige Stadt Wandsbek, die ebenso wie Altona, Bergedorf und Harburg im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes eingemeindet wurden.

Während des zweiten Weltkrieges war der Stadtbezirk Wandsbek mit am stärksten von den Luftangriffen der Alliierten betroffen. Nach dem Krieg entstanden hier zahlreiche Wohngebiete und Sozialbausiedlungen. Heute haben sich einige Stadtteile (Jenfeld, Farmsen) zu sozialen Brennpunktgebieten entwickelt.

Dennoch hat Wandsbek sich eine eigene Struktur erhalten können, so ist der Wandsbeker Markt ein städtischer Verkehrsknotenpunkt, an dem sich auch ein großes Einkaufszentrum und verschiedene kulturelle Einrichtungen befinden.

Grünflächen wie der Volksdorfer Park und das Wandsbeker Gehölz bieten Naherholungsmöglichkeiten im Bezirk..

Hamburg-Bergedorf

Hamburg Bergedorf ist ebenfalls durch das Groß-Hamburg-Gesetz 1937 ein Teil von Hamburg geworden. Doch hier hat sich das ländliche Flair der Stadt südlich der Elbe bis heute erhalten. Der Stadtteil Bergedorf ist das Zentrum des Bezirkes. Er ist eine Art städtischer Marktplatz für die Bewohner, die sich im bäuerlichen Einzugsgebiet „Vierlanden“, eine städtische Existenz mitten im Grünen geschaffen haben.

Ehrgeizige Investoren gehen nun aber auch daran, das eher ländliche Gebiet von Bergedorf partiell in einen modernen Großstadtbezirk zu verwandeln.

Hamburg-Harburg

Harburg liegt im Süden der Elbe und praktisch genau auf der anderen Seite des Hamburger Hafens. Die Harburger, haben die Eingemeindung von 1937 bis heute nicht verwunden und legen großen Wert auf eine eigenständige Geschichte und eigenständige Kultur. Was nicht weiter verwunderlich ist, da Harburg von dieser Eingemeindung nie profitiert hat, Hamburg hat dafür den Ölhafen kassiert.

Ein Vorteil der Wohngegend Harburg ist zweifellos, dass sie ebenso nah an der Elbe liegt wie etwa Hamburg Blankenese. Von hier aus kann man sogar noch einfacher auf Segelfahrt gehen, denn Harburg besitzt einen wichtigen Segelhafen. Außerdem ist der Stadtbezirk Harburg sehr grün und bietet auch einige Seen zum Baden. Von Harburg gelangt man in mehrere Naturschutzgebiete, sowie in das Obstbaugebiet im Alten Land.

Hinzu kommt, dass Harburg ein eigenes historisches Stadtzentrum hat. Ein Shoppingzentrum fehlt ebenfalls nicht, so dass den Harburgern ein Leben ohne Hamburg problemlos möglich ist.


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