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Feste und Traditionen in Hamburg

Wer sich in Hamburg langweilt, ist wirklich selbst dran Schuld. Ganzjährig lockt die berühmt-berüchtigte Reeperbahn mit ihrer Mischung aus Rotlichtviertel und Musikclub-Szene.
Gleich neben den Verführungen der Table Dance Bars lockt außerdem das seriöse Amusement in Revuetheatern wie Schmidt’s Tivoli. Dabei ist das allabendliche Angebot von St. Pauli längst nicht alles, was Hamburg an Vergnügungen zu bieten hat.
Aus der langen Kette der Hamburger Highlights seien hier die ganz besonderen Perlen aufgereiht.

Hamburger Fischmarkt

Ob Sommer oder Winter, jeden Sonntag, noch vor 6 Uhr morgens, versammeln sich die besten Marktschreier Europas auf dem Hamburger Fischmarkt. Von den Landungsbrücken bis zum historischen Fischmarktplatz ziehen sich die Stände mit frischem Meeresgetier, Obst und Gemüse. Vom falschen Pelz bis zum lebendigen Perlhuhn wird außerdem so ziemlich alles angeboten, was man mit bloßen Händen davon tragen kann. Übernächtigte Reeperbahn-Besucher und eifrige Frühaufsteher drängen sich aneinander vorbei, um die frischesten Fischbrötchen der Welt zu essen und in der Fischmarkthalle die früheste Party von Hamburg zu feiern. Um 12:00 Uhr ist alles vorbei und schon zwei Stunden später erinnern höchstens noch ein paar Gemüsekisten an die Tausende von Besuchern, die gerade noch hier gewesen waren. Der Fischmarkt ist auch zum Exportschlager geworden und tourt von Februar bis November durch insgesamt 46 Städte in Deutschland.
Aber nur an der Fischauktionshalle von St. Pauli erleben Sie das Original.

Hamburger Dom

Der Dom ist das größte Volksfest des Nordens, und das kann ja nicht nur einmal im Jahr stattfinden. Der Frühlings-, Sommer- und Winterdom finden auf dem Hamburger Heiligengeistfeld statt. Jeweils vier Wochen lang kann man dann die aufregendsten Fahrgeschäfte, das größte Riesenrad der Welt und zahllose Nasch- und Schießbuden besuchen. Das Besondere dieses Volksfestes ist der jeweilige Themenschwerpunkt. Auf dem ca. 3000 m²  großen Veranstaltungsplatz werden zu jeder Saison andere Gäste präsentiert. Vom Mittelaltermarkt über die Eisrevue bis zur Salsa-Party kann man sich hier immer von einem ganz besonderen Special begeistern lassen.

Festivals der Weltkulturen

Als weltoffene Hafenstadt hat Hamburg wie kaum eine andere Stadt eine ganze Reihe exotischer Festivals zu bieten.

Japanisches Kirschblütenfest

Zum Dank an die Gastfreundschaft der Stadt Hamburg zaubert die Japanische Botschaft alljährlich Ende Mai ein fantastisches Feuerwerk in den Himmel über der Alster. Ein Rahmenprogramm unterstützt die Tradition der fernöstlichen Gäste.

China Time

Ebenfalls am Jungfernstieg geht es alle zwei Jahre fernöstlich zu, wenn die China Time hier und an anderen Orten mit den asiatischen Traditionen der Volksrepublik vertraut macht. Vielleicht ist das geschäftstüchtige Hamburg damit ein Vorreiter, um seine Bevölkerung auf einen der wichtigsten neuen Welthandelspartner einzustellen.

Festival der Kulturen

Die Uni Hamburg als globaler Magnet für junge Studierende ist wohl der perfekteste Ort, um dieses Multi-Kulturen-Festival zu feiern. Drei Tage präsentieren sich Musiker, Autoren und Filmemacher aus aller Welt auf dem Campusgelände.
http://www.festival-der-kulturen.de/

Eigenartenfestival

Ganze zehn Tage im Spätherbst erlebt man auf mehreren Bühnen Hamburger Künstler mit Migrationshintergrund. Bei Konzerten, Theateraufführungen und multimedialer Performance kann man schätzen lernen, welche kulturelle Bereicherung die Einwanderung von Ausländern mit sich bringt. Das Eigenartfestival ist etwas ganz besonderes

Rockfestivals

Bis heute sind die Hamburger stolz darauf, dass die Beatles ihren ersten Auftritt auf dem Europäischen Festland an der Reeperbahn hatten. Die Veranstalter der Hansestadt sind auch nach Kräften bemüht, ihrem Ruf als erste Adresse moderner Rock- und Popmusik in Deutschland gerecht zu bleiben. Und so ist Hamburg natürlich auch die Openair-Bühne für die stärksten neuen Sounds.

Reeperbahnfestival

Ende September ist es soweit und die riesigen Bühnen auf dem Spielbudenplatz werden bespielt. Außerdem ist auch auf allen anderen großen und kleinen Bühnen der Musikszene von St. Pauli was los. Das Programm wird von internationalen New Comern bestritten. Ein Konzept, worauf die Veranstalter besonders stolz sind. Denn so manche ausländische Band, die bald die internationalen Charts eroberte, hat noch als Unbekannte wie einst John und Paul auf der Reeperbahn gespielt. Auf jeden Fall hat man drei erlebnisreiche Tage und ganz viel Auswahl auf einmal.

Weltastratag

Auch das Hamburgischste aller Biere hat sich der Förderung der jungen Rockmusik verschrieben. Zum Weltastratag an den Landungsbrücken rocken vielversprechende Bands vor der Kulisse des großen Welthafens. Über den Wettbewerb „Du in Concert“ können auch absolute Noname-Bands als Vorband auf die Astrabühne gelangen.

Rockspektakel

Auch das Rockspektakel auf dem Rathausmarkt ist nicht gerade ein Altherrenvergnügen. Vor der ehrwürdigen Heimstätte des Hamburger Senats entern drei Tage lang junge Rockbands aus Deutschland und dem Rest der Welt die Bühne.

Wutzrockfestival

Etwas außerhalb von Hamburg findet Ende August das Open Air "Wutzrock", mit allen Elementen für ein nostalgisches Hippie-Feeling statt. Umsonst, draußen, mit schöner Landschaft und Badesee drum herum, lässt man sich von New Comern und bereits gesattelten Bands beschallen. Das Programm geht in Richtung Rock, Ska und Punk und garantiert jede Menge Entfaltungsmöglichkeiten für Luftgitarristen, Headbanger und Freizeitgröler.

Feste der Klassik

Natürlich erlebt auch der feinsinnige Klassikliebhaber in Hamburg seine Höhepunkte. Hier wieder eine Auswahl.

Farbige Wasserlichtkonzerte in Planten un Blomen

Klassische Musik mit Wasserfontänen, die sich unter einem farbigen Illuminationsprogramm zum Tanzensemble verwandeln - das hört sich so märchenhaft an wie es ist. Von Mai bis September versammeln sich um den Parkteich im Botanischen Park Planten un Blomen allabendlich Tausende von Besuchern, um diesem traumhaften Schauspiel beizuwohnen.

Schleswig-Holstein Musikfestival

Nicht nur in Hamburg, auch in vielen kleinen und großen Orten Schleswig-Holsteins werden über sechs Wochen Weltstars der Klassikszene präsentiert. Die Openair-Konzerte erschließen immer wieder neue Spielorte. Neben alten Kuh- und Rinderställen in den umliegenden Dörfern werden auch die Hafencity und das Airbus-Werksgelände als Veranstaltungsorte entdeckt.

Theaterfeste

Sommerfest auf Kampnagel

Das Fabrikgelände des ehemaligen Hamburger Eisenwerkes Kampnagel hat sich weit über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus als Zentrum des modernen Theaters einen Namen gemacht. Höhepunkt der Internationalen Freien Theaterszene ist der Sommer auf Kampnagel, wo Ensemble aus ganz Europa und aus Übersee die einfallsreichsten Produktionen der Gegenwart aufführen.

Kaltstartfestival

Seit kurzem hat nun auch die Freie Szene aus Deutschland, Österreich und Schweiz ein Theaterfestival in Hamburg. Das Kaltstartfestival zeigt junge Produktionen ambitionierter Akteure an zehn Tagen im Juli, mitten im Szeneviertel Sternschanze.

Hamburger Traditionen

Hier noch ein paar Dinge, die typisch für Hamburg und seine Bewohner sind.

Ozeanriesen gucken

Wann immer Queen Mary oder Aida den Kreuzfahrtterminal im Hamburger Hafen verlassen, strömen Hamburger zusammen, um das Ereignis angemessen zu würdigen. Live-Konzerte an den Landungsbrücken und Feuerwerke vom Bord des Schiffes gehören mit dazu.

Beachclubs

In den letzten Jahren sind sie wie Pilze aus den Boden geschossen. Überall, wo noch ein Plätzchen an der Elbe frei war, wurde Sand aufgeschüttet und ein Grundbestand an Liegestühlen darüber verteilt. Eine Strandbar mit karibischen Mixgetränken macht die Illusion vom Sommerurlaub perfekt, auch wenn auf der anderen Seite der Elbe eine gigantische Hafenmaschinerie nonstop in Betrieb ist. Gegen eine überraschende Regenzeit schützt sich der Hamburger mit dem klassischen Regenschirm.

Straßencafés mit Wolldecken

Da es im nördlichen Hamburg seltener als anderswo richtig warm wird, nutzen die Hamburger jede noch so winzige Gelegenheit, ihre Nasen in die Sonne zu stecken. Sobald die Zehn-Grad-Grenze überschritten ist, stellen Cafébesitzer Stühle und Tische nach draußen. Dazu kommt eine dicke Wolldecke, damit man sich beim gemütlichen Plausch im Straßencafé nicht erkältet.

Labskaus und Grünkohl mit Pinkel

Die traditionelle Küche von Hamburg hat Gerichte hervorgebracht, die irgendwie gut zu der Vorstellung von sogenannten Schiet-Wetter-Tagen passen:
Labskaus: Eine Mischung aus Fisch und Fleisch, die durch den Wolf gedreht und mit Spiegelei und saurer Gurke serviert wird.
Hamburger Grünkohl: mit Kartoffeln und geräucherter Grützwurst gereicht, macht das Gericht optisch einen ähnlichen Eindruck wie Labskaus.

Wer lieber genau wissen will, was er isst, dem sei ein  Fischbrötchen mit frischem Bismarck-Hering empfohlen. Der traditionelle Imbiss wird noch an vielen Imbiss-Ständen von Hamburg verkauft, besonders natürlich in Elbnähe.


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